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03.11.2020 // ML Marketing

Athletenvermarktung mit Ziel und Konzept

Durch Social Media entstand in der Athletenvermarktung eine neue Dimension, wie sich Persönlichkeiten messen und auf sich aufmerksam machen können. Nicht nur gute Resultate, sondern auch ein ordentlicher Auftritt in den sozialen Netzwerken wurde für die Athletenvermarktung existenziell. Welche Ziele auf Athletenebene zu verfolgen sind und wie es gelingt, die Story in authentischem Content zu verpacken? Das hat uns ML Marketing im Interview verraten.

Inwiefern hat sich die Athletenvermarktung 2020 weiter verändert?

Keine Frage, auch die Athletinnen und Athleten sind von der Situation stark betroffen. Wie so vieles bringt die Situation aber auch Chancen, so sehen wir, dass in der Aktivierung der Engagements vermehrt auf digitale Massnahmen mit glaubwürdigem Content zurückgegriffen wird. Wichtiger den je ist es auch, als Athletin und Athlet klare Ziele zu haben und genau zu wissen, was man möchte und was nicht.

Wie geht ihr da heute vor?

Meistens haben unsere Kunden sehr konkrete Vorstellungen, welche Ziel-Beträge sie von möglichen Partnern erhalten möchten. Oft fehlt ihnen jedoch ein konkreter Plan, was sie dafür tun möchten bzw. tun müssen. Vielen ist nicht bewusst, dass der potenzielle Partner mit einem Engagement viel mehr als die Platzierung eines Logos und etwas Prestige anstrebt.

In diesem Prozess unterstützen wir unsere Kundinnen bzw. Kunden und bringen die Leistungen und Gegenleistungen in Einklang. Was für uns jedoch existenziell bleibt, ist der Spielraum für individuelle Ausarbeitungen. Wir möchten Angebote schaffen, welche für jeden Partner individuell auf seine Bedürfnisse abgestimmt sind.

Genaue Ziele sind dafür von hoher Bedeutung.

Wie könnten solche Ziele konkret aussehen?

Ein gutes Beispiel dafür ist unsere Athletin Rahel Kopp. Rahel hat uns im Frühjahr 2020 kontaktiert, mit der Bitte um Unterstützung rund um das Thema Sponsoring und Social Media. Im Gespräch haben wir gemeinsam ihre Stärken und Schwächen eruiert und beide Seiten stellten schnell fest, dass eine reine Vermarktungsform wohl nicht zufriedenstellend verlaufen würde. Rahel ist eine junge, ambitionierte Skifahrerin, hat aber in ihrem Heimatland, der Schweiz, enorme Konkurrenz. Fährt sie gut, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich eine weitere Schweizerin vor ihr im Gesamtklassement befindet. Das ist extrem unglücklich für sie als Athletin, obwohl sie ihr Bestmögliches abgerufen hat. Sie hat jedoch erkannt, dass sie in ihre Aufmerksamkeit investieren muss. Über die sozialen Medien hat sie diese Möglichkeit. Wir haben unsere Köpfe zusammengesteckt und gemeinsam Ziele formuliert, wie sie wahrgenommen werden möchte, bis wann sie wie ihre Fangemeinde vergrössern möchte und bis wann diese Bestrebungen sich refinanzieren sollen. Anhand dieser Ziele haben wir uns im Anschluss Gedanken gemacht und haben verschiedenste Contentformate entwickelt.

Braucht es dazu im Vorhinein nicht die passenden Sponsoren?

Wir finden nicht. Mit den Contentformaten schaffen wir ein Produkt, welches zu jederzeit von einem Sponsor übernommen werden könnte. Das ist aber kein Muss. Mit den Inhalten sollen die Fans von Rahel einen Mehrwert erhalten, welchen sie anderweitig nicht bekommen. Hinzu kommt, dass wir ganz ohne Vorgaben agieren und das Format so authentisch wie möglich auf Rahel auslegen können. Wir sind davon überzeugt, dass solche Formate in Zukunft für Partner interessant sind und Athletinnen und Athleten dadurch einen neuen Weg erhalten, Partner einzubinden oder neue Partner für sich zu begeistern. Selbstverständlich achten wir darauf, dass beispielsweise ihr „Kopfsponsor“ von der Präsenz profitiert, die Produktion des Inhaltes sollte dies jedoch nicht beeinflussen.

Authentischer Content wird mittlerweile sehr inflationär verwendet, was versteht ihr darunter?

Das ist in der Tat so, wir verstehen darunter, dass die Produkte und Partnerschaften passen, dass sich die Persönlichkeiten nicht verstellen müssen und es am Ende kein direkter Verkauf sein soll. Für uns versteht sich von selbst, dass Athletinnen und Athleten von Partnerschaften leben und diesen auch helfen sollen, Produkte abzuverkaufen oder die Marke zu stärken. Dabei sollte die Contenthoheit auf dem eigenen Kanal allerdings immer bei einem selber sein. Nur so kann garantiert werden, dass die Fans einem die Botschaft abnehmen und sich langfristig auch mit dem Partner identifizieren können.

Nach wie vor kommt es aus unserer Sicht zu oft vor, dass  Unternehmen zu sehr auf unbeliebtes Product-Placement setzen, nur um ihr Produkt zu platzieren. Zwar bringt das kurzfristige Reichweite, die Beliebtheit und Attraktivität der Marke wird dadurch aber sicherlich nicht gesteigert. Im Gegenteil, werden zu oft solche Bilder gepostet, kann dies negative Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit der Athleting oder des Athleten haben.

Habt ihr ein Beispiel von einer authentischen Partnerschaft?

Nici Schmidhofer wird beispielsweise von Isostar unterstützt. Als Athletin ist sie darauf angewiesen, nach einem Rennen schnell die nötigen Speicher wieder aufzufüllen. Es ist daher naheliegend, dass eine Sportlerin mit einem Nutrition-Hersteller zusammenarbeitet. Erweiternd profitiert Isostar von Nici‘s TV-Präsenz bei Interviews (klassische Logoplatzierung mittels Trinkflasche) bzw. Inhalten auf ihren Social Media Kanälen. Der ausgespielte Content wird auch regelmäßig von seitens Isostar verwendet.  Mit dieser beidseitigen Kommunikation stärkt man die Verbundenheit und kann die Reichweite der Beiträge multiplizieren.

Beim SPORT.FORUM.SCHWEIZ 2020 wird ML Marketing als Forumpartner vertreten sein.

Bildquelle: ML Marketing

ML Marketing GmbH
Michael Litschka (Geschäftsführer)
Tel.: +43 1615 0678
E-Mail: michael.litschka@mlmarketing.at
Web: mlmarketing.at

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