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20.04.2020 // Alexander Klöpfer

Raiffeisen: Sponsoring-Aktivierung in Coronazeiten

André Stöckli, Leiter Sponsoring & Events der Raiffeisen Schweiz Genossenschaft im Interview mit dem ESB Marketing Netzwerk.

ESB: Wie aktiviert die Raiffeisen Gruppe ihr Sponsoring der Raiffeisen Super League in der Corona-Zeit mit eSport?
André Stöckli: Grundsätzlich halten wir an unseren langfristigen, strategischen Aktivierungsmassnahmen fest. Unsere beiden redaktionellen Content-Plattformen welovesnow.ch und welovefootball.ch laufen normal weiter und stossen auch in dieser durch den Corona Virus erzwungenen wettkampffreien Zeit mit anderen Inhalten und News auf ein breites Interesse. Dadurch sind wir nach wie vor täglich präsent. Gleichzeitig haben wir zusätzlich in der fussballlosen Zeit zusammen mit dem Vermarkter Ringier Sports sowie Blick und Teleclub über die Ostertage mit dem eFootball Cup ein spannendes eSport Format mit Raiffeisen Super League Spielern erfolgreich umgesetzt.

ESB: Wie funktioniert das Konzept? Müssen die Spieler mit ihrem eigenen Verein antreten?
André Stöckli: Wir haben 10 Spieler von Raiffeisen Super League Clubs gegeneinander im FIFA20 antreten lassen um einerseits in dieser fussballlosen Zeit den Fans mindestens etwas Fussball in die Wohnzimmer zu bringen, wenn schon alle zu Hause bleiben müssen und andererseits um mal zu schauen, ob die Fussballprofis die Konsole gleich gut im Griff haben, wie den Ball auf dem Rasen. Vom Modus her spielten die 10 Spieler in zwei 5er Gruppen jeden gegen jeden und die 2 Gruppenersten zogen dann jeweils ins Halbfinale ein und die Sieger davon spielten im Final den Sieger des eFootball Cup aus. Es ist natürlich klar, dass die Spieler auch auf der Konsole mit ihrem Verein gespielt haben.

ESB: Wie war die Reaktion als die Raiffeisen mit der Idee auf die Vereine zu gekommen ist?
André Stöckli: Das Projekt war nicht als offizielles Liga- resp. Vereinsprojekt aufgezogen, sondern es standen die einzelnen Spieler im Vordergrund und diese wurden entsprechend angefragt. Diese wiederum haben dann natürlich die Zusagen mit ihren Vereinen abgestimmt.

ESB: Ist eine Weiterführung nach der Krise vorgesehen?
André Stöckli: Das Format war als einmalige Ausführung geplant, was jedoch nicht ausschliesst, dass dieses oder ein ähnliches Format zu einem späteren Zeitpunkt resp. jährlich wiederholt werden könnte.

ESB: Wie ist der Online-Zuspruch? Wie viele Zuschauer sind online dabei?
André Stöckli: Der Zuspruch über die verschiedenen digitalen und sozialen Kanäle war gut.

ESB: Können die Spieler mit den Zuschauern interagieren?
André Stöckli: Im aktuellen Format war keine direkte Interaktion mit den Spielern vorgesehen. Die Idee, dass auch Fans an einem solchen Turnier mitmachen können, ist aber absolut eine denkbare und bereits diskutierte Variante bei einer möglichen nächsten Austragung. Ansonsten hat die Interaktion mit den Zuschauern / Fans indirekt stattgefunden, indem der ganze eFootballcup medial gezielt über die gesamte Dauer resp. schon im Vorfeld mit verschiedenen redaktionellen Berichten und Skype-Interviews der Spieler begleitet wurde.

ESB: Können wir bald mit einer digitalen Super League rechnen?
André Stöckli: Das Projekt einer eSuper League ist von unserer Seite her nach wie vor ein Thema und wir glauben, dass dies vor allem auch aus Sicht der digitalen Faninteraktion ein spannendes Projekt wäre. Es bedarf aber sicher noch vertiefte Gespräche und Abklärungen mit den einzelnen Clubs bevor eine solche Liga initiiert werden könnte und die Themenschwerpunkte der Clubs liegen aktuell verständlicherweise sicher woanders.

Kontakt

Raiffeisen SchweizGenossenschaft
André Stöckli (Leiter Sponsoring & Events)
Tel.: +41 71 225 85 16
E-Mail: andre.stoeckli@raiffeisen.ch
www.welovefootball.news.raiffeisen.ch/esport

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