Das who is who der Schweizer Sponsoring-Szene in Luzern zugegen
Das sport.forum.schweiz 2005 vom 7. und 8. Dezember im Grand Casino Luzern konnte mit 276 Besuchern einen neuen Teilnahme-Rekord verzeichnen.
„Alles, was Rang und Namen im Schweizer Sport-Sponsoring hat, war da und dass wir die Teilnehmerzahl abermals steigern konnten, zeigt, dass das Schweizer Sportbusiness stark wächst“, äusserte sich Veranstalter Hans-Willy Brockes von der ESB Europäischen Sponsoring-Börse, die zusammen mit der Sportart AG den Kongress organisierten.
Das sport.forum.schweiz war auch in diesem Jahr eine „Insider-Informations-Börse“. Erich Kienle, Marketingleiter der Emmi AG, liess sich entlocken, dass das neue Sponsoring von Thomas Lüthi mit ¼ Million SFr. pro Jahr im „Bereich des Realistischen“ sei. Emmi will mit dem Motorradweltmeister Thomas Lüthi sein Produkt Café Latte promoten, welches vor allem dem Wachstum im Ausland auf die Sprünge helfen soll.
Weltmeister Roger Federer als Partner von Maurice Lacroix ist deutlich teurer, allerdings bestätigte Marketing-Leiterin Claudia Staber, dass man bereits über 5% Umsatzwachstum durch das Sponsoring von Federer erreicht habe.
Mit der Nachwuchsförderung der Schweizer Sporthilfe Geld verdienen und dazu das Sahnehäubchen Glaubwürdigkeit“, so bezeichnete Alfred Landolt, Geschäftsführer der Athleticum Sportmarkets AG, seine erfolgreiche Sponsoring-Kooperation mit der Schweizer Sporthilfe. Das grosse Ziel von Bruno Barth, Stiftung Schweizer Sporthilfe, ist die Zusammenarbeit mit den Verbänden, die teilweise „gar nicht wissen, dass ihr Geld von der Sporthilfe kommt“. Sein Credo lautet „gemeinsam für den Schweizer Sportnachwuchs“. Dem Beteuern nach, haben sich auch einige der anwesenden Sponsoren angesprochen gefühlt.
„Fussball, Fussball, Fussball, die drei wichtigsten Sportarten der Schweiz“, wie es Marcel Cordes von Sport+Markt zusammenfasste. Über das runde Leder diskutierten daher u.a. Rolf Rüssmann, Ex-Manager von Borussia Mönchengladbach und VfB Stuttgart, Arne Bläsing, Feldschlösschen Getränke AG, sowie Ilja Kaenzig, Manager Hannover 96, mit Christian Mutschler, Euro 08 Tournament Director der Schweiz. „Ich will, dass die Euro 08 die beste EM wird, die es je gegeben hat“, sagte Mutschler. Die Vorbereitung der Euro 2008 in der Schweiz und in Österreich sei „bereits weit fortgeschritten“, so Dr. Marcel Brühlhart, Gesamtprojektleiter der Euro 08 Bern. Dass zwei Jahre vor der Euro die Fifa WM im Nachbarland Deutschland statt findet, bezeichnet Rolf Rüssmann als „brillante Konstellation“, aus der sehr gute Synergieeffekte genutzt werden können. Nicht nur aufgrund der zeitlichen Aufeinanderfolge, sondern auch durch die Sprachgleichheit ist diese Situation bestens, führte Kaenzig fort.
Anschliessend konnten sich alle Teilnehmer beim Get-together über die Themen austauschen und kräftig Networken.